Fraunhofer IMWS

Prof. Dr. Matthias Petzold übernimmt Leitung des Fraunhofer IMWS

1.10.2019

An der Spitze des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale) steht ab heute Prof. Dr. Matthias Petzold, bisher stellvertretender Institutsleiter. Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn, unter dessen Führung sich die Forschungseinrichtung zu einem eigenständigen Institut mit Schwerpunkt auf Mikrostrukturdiagnostik und Mikrostrukturdesign entwickelt hat, übernimmt zum selben Zeitpunkt sein neues Amt als Vorstand für Technologiemarketing und Geschäftsmodelle der Fraunhofer-Gesellschaft.

Prof. Matthias Petzold (rechts) leitet ab 1. Oktober das Fraunhofer IMWS. Prof. Ralf Wehrspohn wechselt in den Fraunhofer-Vorstand.
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Prof. Matthias Petzold (rechts) leitet ab 1. Oktober das Fraunhofer IMWS. Prof. Ralf Wehrspohn wechselt in den Fraunhofer-Vorstand.

Prof. Ralf B. Wehrspohn war vom Senat der Fraunhofer-Gesellschaft am 8. Mai in den Vorstand gewählt worden. Er leitete das Institut in Halle (Saale) seit 2006. In diesem Zeitraum stieg der Etat von ca. 5 auf ca. 32 Millionen Euro. Im Januar 2016 wurde die Einrichtung, bis dahin eine Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg, zum zweiten eigenständigen Fraunhofer-Institut in Sachsen-Anhalt und konnte zu diesem Anlass Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel begrüßen.

»Ralf Wehrspohn hat in Halle eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz vorzuweisen, für die ich ihm im Namen aller Institutsangehörigen herzlich danken möchte. Nicht zuletzt sein eindrucksvolles Engagement hat dazu beigetragen, dass das Institut zu seinem Abschied bestens aufgestellt ist«, sagt Prof. Matthias Petzold, der die Nachfolge kommissarisch übernehmen wird, bis eine neue Institutsleitung gefunden ist. Der 64-jährige Physiker ist seit 2003 stellvertretender Institutsleiter. Seit 2008 leitet er das Geschäftsfeld »Werkstoffe und Bauelemente der Elektronik«, im Jahr zuvor wurde er zum Honorarprofessor für Mikrosystemtechnik an der Hochschule Merseburg bestellt. Sein Forschungsschwerpunkt ist die physikalische Fehleranalyse von Mikrokomponenten einschließlich der Entwicklung neuer Diagnose- und Prüfverfahren, etwa hinsichtlich der Festigkeit und Zuverlässigkeit von Silizium-Mikrosystemen oder von Drahtbond- und Lotkontaktierungen der Mikroelektronik.

»Die wirtschaftlich erfolgreiche Entwicklung des Instituts basiert auf der wissenschaftlichen Exzellenz unserer Mitarbeitenden und der Bereitschaft, sich stets auf den Bedarf unserer Auftraggeber zu fokussieren. Diese Kombination möchte ich als gemeinsames Kernelement unserer Strategie weiter stärken. Die Mobilität der Zukunft, der nachhaltige Umgang mit Energie und Ressourcen oder der Bedarf an neuen smarten Materialien sind zentrale Herausforderungen der heutigen Zeit. Mit unseren Kernkompetenzen in Mikrostrukturanalytik und -design  wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern in Industrie und Forschung  auch weiterhin Lösungsbeiträge zu damit verbundenen Einzelfragen entwickeln«, sagt Petzold. Als neue Stellvertreter stehen ihm ab sofort Dr. Sylvia Schattauer mit der Verantwortung für den Aufbau eines eigenständigen Bereiches Wasserstoff- und Kohlenstoffkreislauftechnologien und Prof. Thomas Höche, Leiter des Geschäftsfelds »Optische Materialien und Technologien«, zur Seite.

Wehrspohn wird im Rahmen seiner Tätigkeiten für den Fraunhofer-Vorstand nach München wechseln, aber zugleich ein Büro in Halle behalten, um von dort vor allem die Aktivitäten rund um den Strukturwandel zu gestalten. Auch den Lehrstuhl für Mikrostrukturbasiertes Materialdesign an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat er weiterhin inne. »Ich bin sicher, dass das Institut nach meinem Wechsel in den Fraunhofer-Vorstand in sehr guten Händen ist. Das neue Führungsteam ist bestens vertraut mit den Forschungsthemen, Märkten und Mitarbeitenden. Damit schaffen wir nicht nur Kontinuität für unsere Kunden, sondern die Basis für eine weiterhin dynamische Entwicklung des Fraunhofer IMWS«, so Wehrspohn.